Streitgespräch
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Nachdem wir in zwei Gruppen von je fünf Leuten aufgeteilt worden waren, ging es für meine Gruppe mit dem Streitgespräch los. Man erhält dabei in einem Vorbereitungsraum eine Situationsbeschreibung und hat dann zehn Minuten Zeit, sich auf die Sache vorzubereiten. Man darf sich auch Notizen machen, die allerdings im Vorbereitungsraum bleiben müssen.

Meine Aufgabe war, als Kurssprecherin an der LFT einer Person aus meinem Kurs mitzuteilen, dass sie den Arizona-Ausbildungsteil im Team mit einem Schüler absolvieren müsste, den weder sie noch irgendjemand anders leiden kann. Es kam zu dieser Situation, weil die betreffende Person (später im Gespräch eine Psychologin) bei dem Kurstreffen nicht anwesen war, bei dem festgelegt wurde, wer mit wem in Arizona ein Team bilden würde. Man bekam auch noch einige Zusatzinfos zur Gesamtsituation, was das Finden von Argumenten schon wieder ein wenig erschwerte, weil sie bereits in der Aufgabenstellung genannt waren.

Die zehn Minuten Vorbereitungszeit waren sehr schnell vorüber, dann wurde ich auch schon in den Raum gebracht. Ich fing an, mit der Psychologin über die Situation zu sprechen und sie war sofort auf 180, als sie erfuhr, mit wem sie nach Arizona gehen sollte. Ich versuchte sie dann mit Argumente zu überzeugen wie: “Sehen Sie es doch einfach schonmal als Training für Ihr späteres Berufsleben, da können Sie sich Ihren Kapitän auch nicht aussuchen!” oder “Sie können dafür im nächsten Arizona-Block frei wählen, mit wem Sie ein Team bilden möchten.” Aber es war ganz egal was ich gesagt habe, die Psychologin war immer wieder nur dagegen, was ja auch Sinn des ganzen Spielchens war. Schließlich kam als zusätzliche Erschwernis während des Gesprächs heraus, dass die Dame bereits während ihres Studiums Kontakt mit demjenigen hatte, den keiner leiden kann. Und schon damals hätte sie große Probleme mit diesem Menschen gehabt. Da will das DLR sehen, wie man auf eine unvorhergesehene Änderung der Ausgangslage reagiert. Zuletzt habe ich der Psychologin dann angeboten, weil ich voll in einer Sackgasse gelandet war, dass wir nochmals eine Versammlung einberufen würden in der erneut abgestimmt werden sollte. Damit war die Dame dann glücklicherweise einverstanden.

Tipps zu dieser Aufgabenstellung:
Wenn Ihr solche persönlichen Problemsituationen zu lösen habt, ist es ganz wichtig, zunächst einmal auf den anderen einzugehen und seine Problem zu verstehen. Auch die ganze Situation ruhig hinterfragen, warum jemand so denkt, wie er denkt. Dann könnt Ihr eine Weil auf dem eigenen Standpunkt bestehen, aber nicht bis zuletzt, dann will das DLR-Team von Euch sehen, dass Ihr kompromissbereit und nicht zu verbohrt  seid. Im Zweifelsfall könnt Ihr ja, wie ich das auch gemacht habe, ein offenes Ende wählen.
Ihr werdet während dieses Test übrigens von drei (soweit ich mich erinnere) Psychologen beobachtet. Es ist deshalb ganz wichtig, dass Ihr ruhig bleibt, nicht rumzappelt, schwitzt, oft zwinkert oder häufig schluckt!

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